Zufallsfunde – Im Jahr 1807 gestorbene Soldaten

Nach dem Dreißigjährigen Krieg erhielt Schweden 1648 im Frieden von Osnabrück Vorpommern als Reichslehen und so wurde auch die Insel Rügen zu Schwedisch-Pommern. Da der schwedische König 1805 in den 3. Napoleonischen Krieg hinein gezogen wurde, war damit auch die Insel Rügen im Krieg. Auf der Insel selbst kam es nicht zu Kampfhandlungen. Aber zur Sicherung der Küste lagen dort viele tausend Soldaten, auch aus der Königlich Deutschen Legion (King’s German Legion) und später dann bayerische Truppen.

via commons.wikimedia.org

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Die drängende Enge und schlechte hygienische Zustände in den Lagern führte bei den Soldaten zu Krankheiten. Im Kirchenbuch von Rappin/Insel Rügen sind folgende an solchen Krankheiten verstorbene Soldaten aufgeführt, die ich hier in alphabetischer Reihenfolge nenne:

Bauerfeind, Joseph, gestorben am 13. Oktober 1807
der bayerische Infanterist aus Berglern, 28 Jahre, gestorben in Helle an der Ruhr

Eigner, Joseph, gestorben am 18. September 1807
der bayerische Infanterist, 28 Jahre alt, aus Burgberg in Bayern, gestorben im Lazarett zu Schweikvitz an Nervenfieber und Diarrhoen

Lechner, Lorenz, gestorben am 4. Oktober 1807
der bayerische Infanterist aus Wikirchen in Bayern, 34 Jahre an der Ruhr

Rindsner, Georg, gestorben am 26. Oktober 1807
der bayerische Infanterist aus Kenbarn, Landgerichts Aibling in Oberbayern, 22 Jahre alt, starb zu Rappin an der Ruhr

Ulrich, Martin, gestorben 13. Juli 1807
der englische Soldat von der zweiten Compagnie des ersten Bataillons der deutschen Legion, geb. in Hessen-Kassel, 26 Jahre alt, starb als er vom Exercieren zurück kam, er hatte bei der großen Hitze kalt getrunken

Zauner, Joseph, gestorben am 18. September 1807
der bayerische Soldat vom achten Infanterie-Regiment Herzog Pius und des 1. Hauptmanns Compagnie, geb. in Malzbach in Bayern, gestorben im Lazarett zu Schweikvitz, 29 Jahre alt, an Nervenfieber und Diarrhoen

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