Stippvisite auf dem Friedhof in Züllchow

ERGÄNZUNGEN am 04.04.2017 eingefügt, siehe unten!

Am vergangenen Wochenende haben mein Liebster und ich spontan während eines Aufenthalts in Stettin den auf einem Hügel abseits der Hauptstraße liegenden Friedhof an der ehemaligen Friedenstraße in Züllchow (Stettin-) besucht. Es ist der einzige heute noch erhaltene Friedhof in Züllchow.

1936-friedhof-zuellchow-markiert

Karte von 1936, bearbeitet

Man erreicht den Friedhof von Stettin kommend in Richtung Norden und biegt nach etwa fünf Kilometern links in die ul. Ostrowska ab. Es gibt im Umfeld genügend Parkmöglichkeiten.

Über die Anlage dieses Parks und der wirklich gelungene Restaurierung der 200 Grabsteine im vergangenen Jahr gibt es hier einen Bericht in polnischer Sprache. Eine handvoll Fotos vom bisherigen Zustand des Parks findet man hier. Nun ist dieser Park im Sommer sicher ein Idyll, aber auch jetzt im Winter war es dort sehr ruhig und angenehm. Etliche verschlungene Wege führen durch den Park, aber möchte man die Inschriften auf den Grabsteinen lesen, muss man über efeubedecktes Erdreich gehen. Ich bin beim Begehen noch über verborgene Steine gestolpert, die man vielleicht absichtlich nicht wieder aufgerichtet oder eventuell auch bei der Bergung übersehen hat? Diesen Grabstein hier kann man sicher nicht mehr retten, auf ihm ist neues Leben entstanden:

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Die Grabsteine stammen grob etwa aus der Zeit zwischen 1905 bis 1939. Viele Inschriften sind nicht mehr oder nur sehr schlecht zu lesen, was vermutlich vom Material der Steine abhängig ist. Alle Steine sind aufwändig gesäubert worden, bei manchen ist die Schrift nachgezeichnet. Die Steine wurden alle nummeriert, ich denke, dass sie auch alle katalogisiert wurden. Eine Liste der Namen auf den Grabsteinen habe ich online noch nicht finden können.

Das Denkmal zu Ehren der Gefallenen im 1. Weltkrieg 1914 – 1918 überragt die gesamte Anlage:

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Auf drei Seiten sind die Namen der Gefallenen eingemeißelt, leider sind aber nicht mehr alle Namen ohne Probleme zu erkennen.

Die Friedhofskapelle hat die Zeit nicht überstanden.

Hier einige allgemeine Eindrücke:

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Folgende Grabsteine habe ich ohne besonderen Grund aus der Nähe fotografiert. Vielleicht erkennt jemand den Namen eines Vorfahren.

Grabsteine Lüdtke und Arndt

Grabsteine Lüdtke und Arndt

Grabsteine Witte und Simon

Grabsteine Witte und Simon

Grabstein Brose

Grabstein Brose

Grabstein Krüger und Laabs

Grabstein Krüger und Laabs

Grabstein Heinrich

Grabstein Heinrich

Grabstein Manthey

Grabstein Manthey

Grabstein Bartels

Grabstein Bartels

Grabsteine Zastrow, Lehmann, Bartelt, Weiss

Grabsteine Zastrow, Lehmann, Bartelt, Weiss

Grabstein Zemke und Teike

Grabstein Zemke und Teike

Grabstein Bohnenstengel

Grabstein Bohnenstengel

Grabsteine Nimtz und Brandenburg

Grabsteine Nimtz und Brandenburg

Grabsteine Stintemann ?, Doll, Hempel

Grabsteine Stintemann ?, Doll, Hempel

Grabstein Posch

Grabstein Posch

Wer weiß, ob und wo eine Liste aller Grabsteine existiert?

Gibt es eine Übersicht der Namen auf dem Gefallenendenkmal und wenn ja, wo?

Ergänzungen vom 4.4. (siehe auch meine Anmerkungen im Blogbeitrag vom 4.4.17: Der deutsche Friedhof in Züllchow von Vandalen heimgesucht).

Die folgenden Grabstein-Fotos wurden mir von Ute Rhodgeß zur Verfügung gestellt, vielen Dank!

Grabstein Daentzer

Grabstein Dittmann

Grabstein Duchow

Grabstein Gabs

Grabstein Hackbarth

Grabstein Hafermann

Grabstein Hartrodt

Grabstein Hintze

Grabstein Hornejus

Grabstein Kiesow

Grabstein Killies

Grabstein Kleinhammer

Grabstein Kohlheim

Grabstein Krehn

Grabstein Linshoft

Grabstein Nell

Grabstein Ninnemann

Grabstein Poethkow

Grabstein Pribnow

Grabstein Ramm

Grabstein Reinke

Grabstein Schiller

Grabstein Schmidt

Grabstein Schwichtenberg

Grabstein Templin

Grabstein Wiese und Hidde

Grabstein Wilke

 

 

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